Die offiziellen Staatsschulden (General Government) von Spanien haben heute sicher die Grenze von einer Billion Euro überschritten. Vor wenigen Tagen wurden die Zahlen für Mai 2014 von der Banco de Espana, der spanischen Zentralbank, veröffentlicht, die bekanntgegebene Verschuldung betrug demnach 996,983 Mrd. €. Dies entspricht fast 100 %, bezogen auf das BIP. Wir erinnern uns, die Maastrichtverträge lassen hier einen Verschuldungsgrad von 60 %, bezogen auf das BIP, zu, nur von diesen Verträgen spricht schon lange niemand mehr. Doch die Situation ist eher dramatischer, denn in dieser oben genannten Zahl fehlen Schulden aus unbezahlten Rechnungen, Schulden öffentlicher Unternehmen und das Volumen der spanischen Staatsanleihen, die sich im Bestand von Reservefonds befinden. Berücksichtigt man diese Schulden, landen wir bei einer Summe von über 1.350 Mrd. €. Um hier gegenzusteuern, hat man nun ein Gesetz zur Besteuerung von Bankguthaben beschlossen. Die Steuer wird rückwirkend zum 01.01.2014 in Höhe von 0,03 % eingeführt. Man rechnet mit Einnahmen in Höhe von 400 Millionen € im Jahr. Die jährlich vom Staat abzuführenden Schuldzinszahlungen liegen bereits p. a. bei über 40 Mrd. €. Durch die zusätzliche Einnahme können also 0,1 % der Schuldzinszahlungen abgedeckt werden. Hinzu kommt, dass man den Zins der 10 jährigen spanischen Staatsanleihe nur dank massiver Eingriffe der EZB unter die 3 % Marke drücken konnte. Doch die Funktionalität solcher Interventionen sind schnell am Ende, schwindet das Vertrauen in die Werthaltigkeit derartiger Titel. In solchen Phasen des Vertrauensverlustes springen die Zinssätze sprunghaft in die Höhe und mit Ihnen die dann aufzubringenden Schuldzinszahlungen. Um das Volk nicht zu erschrecken, wird ...

Am 07.07.14 hielt ich einen Vortrag in Frankenberg. Viele Gäste kamen, um mehr über alternative Lösungswege zu erfahren. Der Bürgermeister dieser stilvollen Stadt, Rüdiger Heß, eröffnete den Abend mit einem herzlichen Vorwort. Mit großer Freude erlebte ich, wie er mit seinen Worten sehr ausführlich auf das Freigeldexperiment von Wörgl einging und dabei das thematisch passende Buch von Fritz Schwarz hochhielt. Auffällig war auch, dass viele Menschen kamen, die sehr naturverbunden sind. Bereits bei verschiedenen Projekten (zum Beispiel: „Rettet den Burgwald“) setzten sich Aktive für umweltrelevante Maßnahmen für ihre Region ein. So auch die Organisatorin, Dr. Anne Archinal, die ebenfalls Grußworte zu Beginn an das Publikum richtete. Für ein Fest wurde in der Vergangenheit eine eigene Währung ausgegeben, so konnte die Bevölkerung vor Ort die Erfahrung machen, dass man ...

Auf hohe Resonanz stieß mein fb-Eintrag vom 04.07.14, bei dem ich darauf hinwies, dass derjenige, der für seine Guthaben von zum Beispiel 20.000 € hohe Zinsen generieren möchte, auch bereit sein muss, die Guthabenszinsen großer Vermögen zu bedienen. Die „Humane Wirtschaft“ hat jetzt ein kleines Rechenprogramm veröffentlicht. Mit Hilfe dieses kleinen Rechners kann man an Hand seiner persönlichen Situation ermitteln, ob man zu den Zinsgewinnern oder zu den Verlierern zählt.

Doch selbst, wenn man zu dem Ergebnis kommt, dass man vom Zinssystem profitiert, sollte sich die Freude in Grenzen halten. Zins und Zinseszins erzwingen Wirtschaftswachstum, wir müssen ständig mehr produzieren, um zinsbedingt wachsende Schulden bedienbar zu halten. Diese Art von Ressourcenverbrauch zerstört unsere Lebensgrundlage, die Erde. Der zinsbedingte Umverteilungsmechanismus von 90 % zu 10 % der Bevölkerung führt zu extremen Ungleichgewichten, daraus resultieren zum Beispiel steigende Kriminalitätsraten. Was soll das für eine Lebensqualität sein, wenn die lebensspendende Natur zerstört ist und sich der soziale Frieden außerhalb eines wertvollen Gleichgewichts befindet. Der Reichste auf dem Friedhof zu sein, gehört eher nicht zum erstrebenswerten Ziel. Also unabhängig, wie das Resultat (Zinsgewinner oder Zinsverlierer) ausfällt, es gibt eine Vielzahl an Punkten, die gute Gründe liefern, weshalb jeder Mensch, unabhängig vom Vermögen, für fließendes Geld stimmen sollte.

Hier geht’s zum Rechner: http://www.humane-wirtschaft.de/gs-gewinner/

Herzlichst Steffen Henke

2014 hält unser Bundespräsident auf der kritikwürdigen Münchener Sicherheitskonferenz eine Rede. In dieser fordert er eine neue deutsche Außenpolitik, unser Land solle sich: „als guter Partner früher, entschiedener und substantieller einbringen“. Manchmal würde dies auch den „Einsatz von Soldaten“ bedeuten. Unsere Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen setzt sich aktiv, wie heute auf MDR Info zu hören war, für die Anschaffung von Kampfdrohnen ein. Am liebsten wäre ihr die Entwicklung ...

Mit Zeitversatz ist mir zur Kenntnis gelangt, dass bereits am 23.05.2014 auch die Süddeutsche Zeitung einen Artikel über fließendes Geld mit der Überschrift: „Leben mit dem Schwundgeld“ gebracht hat.

Hier wird mit dem historischen Begriff „Schwundgeld“ gearbeitet, wobei man zu dem Ergebnis kommen kann, dass wir beim aktuellen Geld von „Schwundgeld“ sprechen müssen. So hat zum Beispiel die gesteuerte Inflation nach Angaben der Bundesbank von 1950 bis 2002 der DM über 70 % der Kaufkraft genommen. Der Wert der DM wurde demnach dank gezielter Inflation auf ca. ein Viertel ihres ursprünglichen Wertes reduziert. Deshalb kann man die Inflation eher den destruktiven Arten der verschiedenen Umlaufsicherungen zuordnen. Bei fließendem Geld dient eine Gebühr auf das gesetzliche Zahlungsmittel als konstruktive Umlaufsicherung, dieser kann man leicht entgehen. Entweder gibt man sein Geld aus oder legt es an, damit es ein anderer Marktteilnehmer nutzen kann. Jetzt können wir von wertstabilem Geld sprechen. In einem System des fließenden Geldes wird Inflation nicht mehr benötigt. Ziel einer unabhängigen, vom Volk kontrollierten, Währungskommission sollte deshalb sein, die Geldmenge so zu steuern, dass Preise von Waren und Dienstleistungen stabil bleiben.

Positiv wird auf die Geschehnisse in Wörgl, ...

Im Artikel ist zum Beispiel folgendes zu lesen: „Zum Beispiel könnten Geldscheine mit bestimmten Endnummern für ungültig erklärt werden. Welche Scheine das seien, würde durch Los entschieden. Eine weitere Möglichkeit: Jeden Tag, den ein Geldschein im Umlauf ist, verliert er an Wert. Dabei könnte der aktuelle Wert des Scheines auf einem Magnetstreifen festgehalten werden.“

Interessant auch, in welch neutraler Form von Silvio Gesell gesprochen wird: „Die Idee ist nicht neu. Sie geht zurück bis auf den deutschen Finanztheoretiker Silvio Gesell (1862-1930), der als erster eine Steuer auf die Geldhaltung forderte. Denn nichts anderes wären negative Leitzinsen: Da sich das Geld auf dem Konto selbst entwertete, hätte der am meisten von seinem Vermögen, der es möglichst sofort wieder ausgibt. Ein negativer Leitzins ...

Auch in der FAZ taucht am 31.05.2014 ein Artikel auf, der sich zumindest indirekt mit fließendem Geld beschäftigt. Kritisch zu bewerten ist seine Überschrift: „Wer braucht eigentlich noch Bargeld?“ Bargeld ist ein demokratisches Recht und ermöglicht anonyme Zahlungsvorgänge. Ich meine also damit keineswegs Transaktionen im Rahmen krimineller Aktivitäten. Auch hätte die Instanz, die über den Zugang zu ausschließlich elektronischem Geld entscheiden kann, eine überdurchschnittlich machtvolle Position.

So wird in dieser Veröffentlichung zuerst der negative Einlagenzins (Geschäftsbank parkt Zentralbankgeld bei der zuständigen Zentralbank zu diesem Zins) und dessen Effizienz behandelt. Doch fortführend ist folgendes zu lesen: „Sehr viel wirksamer wäre vermutlich ein negativer Zins, wenn er auf die Konten von Privatpersonen und Unternehmen bei Geschäftsbanken angewendet werden könnte.“. Auffällig ist, ...

Heute ein paar Zahlen, zusammengetragen von Helmut Creutz. Jeder Forderung (Aktivseite) in einer Bankbilanz steht eine Verbindlichkeit (Passivseite) gegenüber. Nach einer Überweisung (Übertragung einer Sichteinlage (Girokontoguthaben = Anspruch auf Zentralbankgeld) auf ein anderes Konto bei einer anderen Bank werden täglich die Bilanzen wieder ausgeglichen. Auf die Forderungen nimmt nun die Bank Zinsen ein, auf Verbindlichkeiten (sofern es sich um eine verzinsliche EInlage handelt) muss sie Zinsen zahlen. Diese Zinsflüsse werden von allen deutschen Banken an die Bundesbank gemeldet und ...

Wir waren am vergangenen Sonntag erneut bei der Ökofete in Leipzig dabei. 15.000 Gäste besuchten das Event, bei dem 130 Stände dafür sorgten, dass es sich lohnte, in den Clara-Zetkin-Park zu kommen. 8 Freunde des fließenden Geldes führten nonstop dutzende Gespräche. Grundsätzlich erlebten wir offene Ohren, als wir unsere Lösung präsentierten, mit der der Wirtschaft der Wachstumszwang genommen wird, um die Umwelt zu schützen. Auch bekannte Persönlichkeiten aus der Kulturszene kamen an unserem Stand vorbei. Als wir uns Unterstützung bei der Aufklärungsarbeit wünschten, verwies man uns im speziellen Fall an die Jugend. Die Jungen seien jetzt dran, sich für notwendige gesellschaftliche Veränderung einzubringen. Vermutlich wünscht sich dieser angesprochene Personenkreis, dass sich gerade auch gestandene Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens noch stärker für den wertvollen Wandel einsetzen. Neue Wege können wir nur gemeinsam gehen und ganz unabhängig vom Alter. Auffällig war, dass es viele Gäste gab, die sich sehr umfangreich informierten und sehr tiefgreifende Fragen stellten. Bei diesen herzlichen Gedankenaustauschen ging es bis ins Detail. Im Rahmen einer solchen Aktion lassen sich nicht alle Punkte klären, deshalb freuen wir uns, wenn Interessierte zum Beispiel bei unseren Stammtischen vorbeischauen, damit wir weitere Antworten liefern können. Im Ergebnis können wir sagen, es war wieder eine gelungene Aktion, großes Dankeschön an die Organisatoren und Helfer!

Herzlichst Steffen Henke

Dank der Initiative von Christin Rothmann (Stammtisch-Möglichmacherin, FG-Leipzig) war die „Neues Geld“ beim Firmenlauf am 04.06.14 in Leipzig dabei. Ein herzliches Dankeschön für ihren Einsatz! Über 10.000 Läufer gingen an den Start. Viele Firmen, die teilnahmen, ließen sich etwas Besonderes einfallen, um ihr Unternehmen ins Blickfeld zu rücken. Herrliche Kostüme, Spruchbänder und witzige Aktionen waren zu sehen. Die Überraschung war groß, als Matthias Helm (Stammtisch-Möglicher, FG-Leipzig) mit

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