Medienkritik

Post 24. Januar 2019 By
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Die Leserinnen und Leser werden beim Wahrnehmen der Überschrift instinktiv vermuten, dass es sich bei diesem Text um eine Kritik an den sogenannten Leitmedien handelt. Doch weit gefehlt. Sollten sich Interessierte mit den Fehlentwicklungen des Medienmainstreams beschäftigen wollen, empfehle ich folgende Bücher:

• Uwe Krüger: „Meinungsmacht“
• Jens Wernicke: „Lügen die Medien“
• Ulrich Teusch: „Lückenpresse“

In diesen Werken sind die bestehenden Defizite der „Leitmedien“ nachvollziehbar herausgearbeitet.

Wegen der bestehenden Mängel haben sich in den letzten Jahren verstärkt „alternative Medien“ etabliert. Diese Entwicklung ist zu begrüßen. Da im Medienmainstream kaum über den Fehler im Geldsystem (Stichwort: exponentielle Wachstumsprozesse) – und die Lösung: Fließendes Geld – berichtet wird, wandte ich mich am 06.08.18 mit einem Artikel an die Zeitschrift Free21, damit die Abonnentinnen und Abonnenten ...

mehr über die Wirkungen einer alternativen Geldumlaufsicherung, wie sie beim Fließenden Geld zum Einsatz gelangt, erfahren. Am 12.08.18 teilte man mir mit, man wölle das im Team diskutieren und sich darauffolgend noch einmal melden.

Da ich nichts aus der Free21-Redaktion hörte, fasste ich freundlich am 05.09.18 nach und erhielt am 07.09.18 prompt eine Antwort. Es sei gut, dass ich noch einmal geschrieben hätte und man bat um Verständnis, da bedauerlicherweise der Chefredakteur Tommy Hansen unerwartet und plötzlich verstorben sei. Es fiel mir nicht schwer, für eine solch traurige Situation das entsprechende Verständnis aufzubringen. Man versprach zugleich erneut, dass man sich in den nächsten Tagen melden würde.

Am 18.10.18 klopfte ich erneut höflich bei der Zeitschrift an, da aus meiner Sicht „die nächsten Tage“ seit Anfang September verstrichen waren. Da nun gar nicht reagiert wurde, teilte ich am 19.11.18 einer Frau Matthaei, die auch bisher die Korrespondenz führte, mit, dass ich irritiert sei. Am 20.11.18 schrieb mir Holger Bartholz, nach dem Tod von Hansen nun redaktionell verantwortlich: „Hallo Herr Henke, tut mir leid, dass ich Ihnen bisher nicht geantwortet habe. […] Derzeit sehe ich für Ihr Thema wenig Möglichkeiten bei uns, da wir schon mit vielen anderen Nachrichten, die den meisten Leuten womöglich mehr auf der Seele brennen, ziemlich ausgelastet sind. Ich hoffe auf Ihr Verständnis.“

Damit wäre der Vorgang für mich erledigt gewesen, hätte nicht Bartholz, vermutlich versehentlich, bei seiner Antwort eine hausinterne Mail vom 19.11. an mich weitergeleitet. Hierin heißt es, dass mein „Thema und […] Schreibstil aus unterschiedlichen Perspektiven für gut und übernehme-fähig befunden“ wurde. Man würde „schön blöd“ dastehen, da ich noch keine Antwort bekommen hätte, die ich jedoch „redlich verdiente“.

Wegen dieses Widerspruchs, einerseits Ablehnung der Veröffentlichung von Bartholz, andererseits Zuspruch zweier seiner Kollegen, schrieb ich Bartholz am 20.11.18 erneut und bat darum, er möge seine Entscheidung überdenken. Diese Mail wurde bis heute nicht beantwortet.

Sucht man auf der Internetpräsenz von Free21 den Begriff Fließendes Geld, werden zwei Artikel gefunden. Allerdings erscheinen diese beiden Beiträge, weil in dem einen vom fließenden Wasser und in dem anderen vom fließenden Netzwerk gesprochen wird. Also tatsächliches Ergebnis: null. Durchstöbert man jedoch die Plattform jedoch nach dem Begriff Vollgeld, werden mehrere Beiträge zum Geldsystem angezeigt.

Sicher darf Free21 selbst bestimmen, über welche Themen berichtet wird und über welche nicht. Bisher fiel die Entscheidung zu alternativen Wegen im Geldsystem einseitig zu Gunsten des Vollgeldes aus. Meine Erfahrungen mit Ken Jebsen sind vergleichbar.

Übersehen wird jedoch dabei folgendes: Wird beim Vollgeld als Vollgeldumlaufsicherung ein Zins größer null Prozent verwendet, wie es viele der Hauptprotagonisten fordern, fliegt uns wegen des sich dann einstellenden Zinseszinseffekts ein solches Vollgeldsystem ebenfalls, volkstümlich ausgedrückt, um die Ohren. Das sagt zumindest die Mathematik. Insofern halte ich es für angebracht, wenn alternative Medien über eine Alternative bei der notwendigen Geldumlaufsicherung berichten. Tun sie das nicht, sehe ich Parallelen zu dem Medienmainstream. Es werden vor allem die Inhalte geliefert, die ins eigene Weltbild passen.

Steffen Henke

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