Lust auf Neues Geld

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Willkommen

Unsere Wirtschaft muss immer weiter wachsen, weil die „Finanzindustrie“ es verlangt. Zum Beispiel vermehrt der Zinseszins Guthaben und Schulden schneller als wir einen Luftballon aufblasen können. Deshalb müssen wir alle immer mehr arbeiten und bekommen immer weniger dafür. Nachdem die Staaten den Finanzsektor mit unserem Geld gerettet haben, sind sie hochverschuldet in der Hand der Gläubiger. Deshalb sind in unserem System immer wiederkehrende Krisen und Zusammenbrüche unvermeidlich. Aber es gibt eine Lösung, von der kaum jemand weiß. Die Neues Geld gemeinnützige GmbH macht sie bekannt und klärt die Öffentlichkeit auf.



 

Vortrag, Steffen Henke, Arena-Leipzig, 09.06.12

 

 

Der Wirtschaftkreislauf und das fließende Geld

 

 

02 Sep 2015

Wir alle kennen das, man verbringt ein paar Stunden mit Freunden - in harmonischer Atmosphäre werden herzlich zwischenmenschliche Beziehungen gepflegt. Oft verbinden diese Menschen eine oder mehrere Gemeinsamkeiten. So übt man dasselbe Hobby aus, gehört demselben Fanclub an oder hat zueinander passende berufliche Qualifikationen und Interessen. Unser Gehirn schüttet das Bindungshormon Oxytocin aus. Und handelte es sich um ein gelungenes Treffen, bei dem auch ausgelassen gelacht wurde, geht man mit einem guten Schuss Dopamin, dem Glückshormon, zufrieden nach Hause.

Dass bei solchen Gegebenheiten das wertvolle soziale Gefüge als wohltuend wahrgenommen wird, überrascht nicht. So empfinden wir z. B. ein Buch als empfehlenswert, welches inhaltlich zur eigenen Haltung passt. Wir sehen unser Denken in den Texten des Autors gespiegelt und fühlen Verbundenheit.

Diese Emotionen sind für unsere Lebensqualität ausgesprochen wichtig. Wissenschaftler haben festgestellt, dass Menschen mit fehlender sozialer Wärme, öfter, länger und heißer duschen. Das Defizit am wohltuendem Miteinander wird durch physische Wärme ersetzt.

Doch komplexer wird es, treffen unterschiedliche Meinungen aufeinander. Die erhaltene Information wird als Störung identifiziert, vielleicht sogar als Angriff charakterisiert. Stresshormone werden ausgeschüttet und fast wie von selbst wird eine ...

31 Aug 2015

2012 veröffentlichte Tomáš Sedláček sein Werk: "Die Ökonomie von Gut und Böse". In einem Interview im Deutschlandfunk am 30.03.2015 antwortete er auf die unten stehende Frage folgendes:

"Kolbe: Die ganze Welt glaubt also an ein Wirtschaftssystem, von dem Sie denken, dass es falsch ist?

Sedláček: Manchmal sagen meine Kollegen: Tomáš, Du bist naiv und romantisch. Und dann sage ich: ja, stimmt, beides! Aber mal ehrlich: Wer ist hier naiv? Dann doch ihr! Ihr glaubt, dass Menschen rationell handeln. Und ihr reduziert sie dann allein auf das Streben nach Profit. Das ist doch naiv. Oder auch der Glauben daran, dass die Wirtschaft immer weiter wachsen wird, Jahr für Jahr. Woher habt ihr das? Stand das in den Himmel geschrieben oder in der Bibel? Was habt ihr geraucht oder geträumt? Es gibt nichts in der Geschichte der Ökonomie, dass belegt, dass die Wirtschaft immer weiter wächst. Und trotzdem bauen wir unsere Gesellschaft - unsere Sozialsysteme, die Renten, einfach alles! - auf diese Annahme hin, dass ...

30 Aug 2015

Bevor ich 1990 ins Finanzwesen abbog, ich vermeide absichtlich den Begriff Finanz-„Wirtschaft“, studierte ich Physik. Es gab während dieser Zeit nie die Situation, dass ich einen Prozess nicht nachvollziehen konnte, da mit ungenauen Begriffsdefinitionen in diesem Fach gearbeitet wurde. Stellen Sie sich vor, zwei Physiker diskutieren über die thermodynamischen Eigenschaften eines Stoffes. Der eine Wissenschaftler verwendet in seinem Zahlenwerk Kelvin als Einheit, doch der andere arbeitet mit Celsius. Beide führen den Dialog, ohne das der jeweilige Gesprächspartner von der abweichenden Maßeinheit weiß. Welche Ergebnisse sind hier zu erwarten?

Man wird auch keine Landwirte finden, die 100 kg Äpfel und 150 kg Birnen ernten und nach verrichtetem Werk zu dem Fazit kommen, 250 kg Äpfel gepflügt zu haben. Wenn der Bauer die Summe seiner Früchte betrachten wöllte, würde er mit absoluter Sicherheit von Obst sprechen.

Wobei das bildhafte Beispiel aus der Obstproduktion im Vergleich zur unten beschriebenen Problematik die Situation nur verschwommen zeigt, da das Wachstum der Äpfel und Birnen nicht in unmittelbarer Verbindung steht.

Anders verhält es sich da beim Geld. Buchgeld, Giralgeld, Geldmenge, Geldvermögen, an vielerlei Stellen werden Wortkombinationen unter Verwendung des Begriffes Geld gebildet. Noch verwirrender wird es, werden nun ...

29 Aug 2015

Ende 2013 startete die gemeinnützige Gesellschaft „Neues Geld“ die Aktion: „Zeichnen für den Frieden“. Ich bin der Meinung, dass das Fließende Geld einen enormen Beitrag für den Frieden liefern kann. So kam es zu dem Aufruf an Künstlerinnen und Künstler, in diesem Fall die kreativen Gedanken fließen zu lassen und wertvolle Veränderungen im Geldsystem in einem schöpferischen Werk darzustellen.

Ich gebe ganz offen zu, dass ich einerseits mir eine noch etwas höhere Resonanz gewünscht hätte. Andererseits bin ich überglücklich, was für brillante Arbeiten diese Initiative hervorgebracht hat. Insofern bedanke ich mich von ganzem Herzen bei allen Meistern, die diese Idee so bezaubernd unterstützt haben.

Alle Bilder sind auf unserer Homepage zu betrachten. Eine Zeit lang konnte man die künstlerischen Leistungen bewerten, indem man Sterne vergab. Wie angekündigt, wurden die Malerinnen und Maler mit den Arbeiten, die die besten Kritiken erhielten, nach Leipzig eingeladen.

Am 21.08.2015 war es nun soweit und drei Künstlerinnen reisten mit Begleitung in die Stadt, in der sich der Sitz der gemeinnützigen Gesellschaft befindet. Die Eingeladenen stiegen im Victor´s ab. Das Hotel ermöglichte in einem hübschen Raum (Danke!) die Präsentation der vortrefflichen Ergebnisse. In herzlicher Atmosphäre lernten sich die Gruppenmitglieder kennen. Bei der Bilderbesprechung erfuhren alle Details über die Arbeiten, die den phantasievollen Geistern während des Wirkens durch den Sinn gegangen waren.

Gemeinsam fuhren wir danach in die „Symbiose“, dort wurde ...

31 Jul 2015

Oft habe ich in den letzten Wochen von Initiativen gelesen, die sich zur Aufgabe gesetzt haben, sich bei der Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer einzubringen. Mit privaten finanziellen Mitteln und enormen Engagement werden Menschenleben gerettet. Ich kann diesen Personen nur Hochachtung entgegenbringen, die sich mit so viel persönlichem Einsatz dafür verwenden, Leid und Elend an irgendeinem Ort auf dieser Welt abzumildern.

Doch gleichzeitig kann ich leider den Gedanken nicht verdrängen, dass hier hässliche Symptome abgemildert werden. Um jedes Missverständnis auszuschließen, diese ehrvollen Leistungen dieser Hilfsgruppen sind wichtig, ja brillant und jede Handlung in eine solche Richtung ist nur zu unterstützen. In keinster Weise wöllte ich hier diese engelsgleichen Taten in Abrede stellen!

Doch wie kann uns gelingen, die irre Lage noch besser in den Griff zu bringen? Wie viele Millionen Menschen, die aus ihrer Heimat weggehen müssen, werden über diese wertvollen Aktionen gerettet? Wie viele Millionen Menschen werden es nicht schaffen und sterben? Sollten wir nicht noch stärker diskutieren, warum ...

28 Jul 2015

Im Juni wurde ich unter anderem von den Organisatoren des Beki (Regiogeldinitiative Luxemburg) nach Luxemburg eingeladen. Während meines Aufenthaltes wurde ich von einer Redakteurin des Luxemburgischen Journals interviewt. Teile des Gespräches wurden nun veröffentlicht.

Hier geht es zum Artikel!

28 Jul 2015

Da meldet sich vor laufender ZDF-Kamera ein CDU-Politiker zu Wort: „Der Grieche hat jetzt lang genug genervt“. Würde dieser Menschen einem griechischen hungernden Kind in die verheulten Augen sehen oder in die schmerzverzehrte Miene eines Kranken blicken, der leidet, da ihm nun dank Troika-Werk der Zugang zu dringend notwendigen Medikamenten verwehrt bleibt, könnte diese Person seine Worte wiederholen? Wenn ja, was würde uns dies über den Zustand seines Herzens sagen?

Ein anderer Politiker aus derselben Partei mit dem Wort „christlich“ im Namenszug erklärt in Bezug auf Griechenland: „Es gibt in Europa andere Staaten, denen es wahrscheinlich noch schlechter geht und die nicht jeden Tag rummaulen.“ Das bedeutet, dieser Amtsträger sagt sinnbildlich einem Arbeitslosen ins Gesicht, jammere nicht bez. deiner Situation, es gibt Andere, die haben wie du keine Arbeit, müssen jedoch darüber hinaus noch hungern. Welch exotischer Ansatz? Man könnte demnach dem betreffenden politischen Vertreter ...

28 Jul 2015

Man kann es kaum glauben. Die letzten Tage bez. der Griechenlandverhandlungen präsentieren sich nun als schlechtes Theaterstück. Es wirkt auf mich, als ob man mit dem veranstalteten Gerangel der steuerzahlenden Bevölkerung der Eurozonenländer nur eine Rechtfertigung für ein weiteres sogenanntes „Hilfs“-Paket von voraussichtlich über 80 Mrd. € liefern wollte. Rentenkürzungen, Mehrwertsteuererhöhungen und weitere Zugeständnisse werden vor allem die armen Menschen in Griechenland erneut treffen.

Mit diesen „Rettungs“-Geldern wird der Kapitaldienst zu Gunsten der Gläubiger aufrechterhalten. Neue Schulden sollen die Lösung für das Land sein. Über einen Fonds soll Griechenland Vermögenswerte von 50 Mrd. veräußern und so geht das Monopolyspiel in groß weiter. Unter anderem muss der Stromnetzbetreiber Admie privatisiert werden. Bei Monopoly handelt es sich um die Karte: „Elektrizitätswerk“. Für mich völlig unerklärlich, wieso Tsipras ...

12 Jul 2015

Was brauchen wir nun, Vollgeld oder Fließendes Geld oder beides? In den aktuell gültigen Lehren der Volkswirtschaft wird der Begriff Geld für verschiedene Aggregate verwendet, ergeben sich hieraus Fehlinterpretationen? Warum bieten Banken überhaupt Zinsen auf Einlagen? Wie sieht die technische Umsetzung bezüglich der Einführung von Vollgeld aus? Welche Rolle spielen Banken bei diesen Prozessen?

Zins und Zinseszins kann jede(r) gut verstehen, exponentielle Wachstumsprozesse können immer nur zeitlich begrenzt funktionieren. Insofern ist hier die Notwendigkeit einer Veränderung im Geldsystem bereits offensichtlich. Betrachtet man jedoch Bankbilanzen, Eigenkapitalvoraussetzungen, Mindestreservesätze und Fristenkongruenzen, wird es schnell deutlich komplexer.

Um hier zu helfen, etwas Licht ins Dunkel zu bringen, habe ich ein spezielles Tagesseminar zum Thema kreiert. An drei Standorten ...

05 Jul 2015

In den letzten Tagen war immer wieder zu vernehmen, ob die griechische Regierung auf die Forderungen der Gläubiger eingehen und damit das Land „gerettet“ wird oder in die Pleite rutscht.

Festzustellen ist, dass beim Eingehen auf die Bedingungen der Gläubiger lediglich die noch verfügbaren 7,2 Mrd. € des zweiten „Hilfs“-Pakets freigegeben werden. Jedoch wird mit diesen Mitteln nichts „gerettet“, sondern die Kapitaldienstfähigkeit von Griechenland für weitere zwei Monate aufrechterhalten. Denn das Geld würde in den nächsten Wochen an die Gläubiger überwiesen. Nach diesen Transfers hat sich die Situation des Landes in keiner Weise verbessert.

Auch irritieren mich maßlos die Reaktionen auf das in Griechenland geplante Referendum. Wer sonst, wenn nicht das griechische Volk, sollte entscheiden, welchen Weg diese Menschen gehen wollen.

Doch wesentliche ökonomische Zusammenhänge werden in der aktuellen Phase ...

02 Jul 2015

Am 01.07.2015 wurde die Gesellschafterstruktur der gemeinnützigen Gesellschaft „Neues Geld“ geändert. Auf eigenen Wunsch hat Herr Alexander Wassilew seine Anteile an mich übertragen. Ich bedauere das sehr, jedoch akzeptiere ich voll und ganz seine Entscheidung. Ich bin ihm unendlich dankbar, er hat sich mit unglaublich viel Fleiß und Herz eingebracht. In Zusammenhang mit dem Arenaprojekt war er gerade auch in stürmischen Momenten ein so wichtiger Anker. Mit seiner Kompetenz und menschlichen Stärke hat er wesentliche Impulse für das Projekt gegeben. Deshalb wiederhole ich mich an dieser Stelle gern und sage nochmals Danke! Auch bin ich froh, dass Herr Wassilew zwar leider als Gesellschafter ausscheidet, mir jedoch weiterhin beratend zur Verfügung steht. Ich wünsche ihm das Beste!

Persönliche Worte von Alexander Wassilew:

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