Die europäische Zentralbank darf per Gesetz Staaten nicht direkt finanzieren. Es gibt viele Sympathisanten, die diesen Punkt ändern würden. Es steht allerdings immer die Frage, wie ein Staat bei leichtem Zugang zu zinsfreiem Geld diese Möglichkeit nicht missbraucht? Wie kann man den Umgang mit Geld demokratisch kontrollieren? Ein weites Feld, welches viel Diskussionsstoff liefert. Im Kern wünsche ich mir, dass die Zahlungsmittelmenge an stabilen Preisen festgemacht wird. Inflation als destruktive Umlaufsicherung (neben dem Zins) wird bei fließendem Geld nicht mehr benötigt. Der Umlauf der vorhandenen Zahlungsmittel wird bei fließendem Geld konstruktiv über eine Nutzungsgebühr (Umlaufimpuls) gesteuert. Im jetzigen System refinanzieren sich Staaten am sogenannten Sekundärmarkt. Geschäftsbanken hinterlegen Wertpapiere als Sicherheit bei der EZB. Dafür
Stammtisch-Möglichmacher Matthias Helm, aus Leipzig, übersandte uns diesen Text als Auswertung zum Tagesseminar in Dresden, welches am 13.04.13, stattfand. Mit Freude veröffentlichen wir diese Einschätzung und bedanken uns sehr herzlich für die anerkennenden Worte:
Um 1530, also im Zeitalter der Entdeckungen, war Skorbut oft die Haupt-Todesursache bei Seefahrern. Grund für das häufige Auftreten von Skorbut auf See war die einseitige Ernährung. Erst als der britische Schiffsarzt James Lind 1754 in einer für damalige Verhältnisse sehr modernen Studie zeigen konnte, dass das in Zitrusfrüchten enthaltene Vitamin C gegen Skorbut half, verlor die Krankheit ihren Schrecken. Die Besucher des Tagesseminares in Dresden lauschten gespannt, was Skorbut mit unserem derzeitigen Finanzsystem zu tun hat. Steffen Henke verdeutlichte den aufmerksamen Zuhörern auf beeindruckende Weise, dass eine gute Idee sich immer dann durchsetzt, wenn genügend Menschen davon wissen und überzeugt sind. Betrachten wir die unangenehmen Auswirkungen unseres derzeitigen Finanzsystems, so ist „fließendes Geld“ das, was damals das Vitamin C für die Seefahrer war - die Lösung eines Problems. Steffen Henke führte an diesem Tage durch ein ansprechendes und abwechslungsreiches Programm. Ein sehr interessantes Thema war die sogenannte "Geldschöpfung" der Geschäftsbanken. Auf verständliche Art und Weise wurden den Teilnehmern die Buchungsvorgänge in einer Bankbilanz nähergebracht. Es gab viel Spielraum für Fragen und die Frage nach der „Geldschöpfung“ durch Geschäftsbanken konnte detailreich geklärt werden. Es ergaben sich viele neue Erkenntnisse, die in den Medien meist gar nicht oder fehlerhaft dargestellt werden. Das Seminar wurde von interessierten Menschen besucht, die sich für das fließende Geld einsetzen und ihr Wissen gern weitergeben möchten. Vor diesem Hintergrund war ein Workshop zum Thema „Einwandbehandlung“ Teil des Seminars. In Gruppenarbeit wurden

Dank der herzlichen Zusammenarbeit mit den Machern der tollen Zeitschrift "Humane Wirtschaft" sind nun die Stammtische zum fließenden Geld auch dort zu sehen. Wir freuen uns über die wertvolle Unterstützung! Auf diese Weise können noch leichter Interessierte zu den Treffen finden, um sich über fließendes Geld zu informieren.!
Die Stammtisch-Möglichmacher, Klaus Reddmann und Michael Grunow, organisierten die Teilnahme am Elbeday, der am 27.04.2013 in Torgau stattfand, mit einem Stand. Fleißige Hilfe reiste aus Leipzig an, so unterstützten die Stammtisch-Möglichmacher, Christin Rothmann und Matthias Helm, die Aktion. Ich kann nur mit besonderer Freude zum Ausdruck bringen, wie hier Hand in Hand das gemeinsame Thema, fließendes Geld, nach vorn gebracht wird. Leider verwöhnte das Wetter die Aktiven nicht, dennoch konnten sehr gute Gespräche geführt wird. Explizit ist zu erwähnen, dass man bei solchen Veranstaltungen vor allem auch mit Menschen herzlich ins Gespräch kommt, die noch nichts von diesen alternativen Lösungsansätzen gehört haben. Der Beweis ist vollbracht, auch Regentropfen können das Voranschreiten des Erkenntnisprozesses rund um fließendes Geld nicht aufhalten.
Ich betone noch einmal, dass diese Fehlentwicklung (siehe Grafik unten) auch bereits von 1950 bis 2002 sichtbar war (also zu "DM"-Zeiten), wenn demnach die Befürworter bez. des Einführens von nationalen Währungen glauben, damit sei das Dilemma gelöst, muss ich leider diese Hoffnung enttäuschen. Nach einer solchen "Aktion" müssen wir weiter versuchen, das erneute Wachstum von Guthaben und Schulden durch Wirtschaftswachstum zu kompensieren. Gelingt dies nicht, gerät das soziale Gleichgewicht aus dem Gefüge. Gelingt dies (natürlich wegen begrenzter Ressourcen nur zeitlich begrenzt), zerstören wir unsere Lebensgrundlage, unseren Planeten. Lassen Sie uns deshalb gemeinsam über alternative Lösungsansätze diskutieren und nicht alte Glaubenssätze mit neuem Leben erfüllen...
Diese Entwicklung ist im Kern kein Politikerversagen, es handelt sich um einen Systemfehler. Durch Zins und Zinseszins wachsen Schulden (und Guthaben!) exponentiell. Diesen Schulden stehen also 1 : 1 entsprechende Vermögen gegenüber. Alle bezahlen über die Steuern die Schuldzinsen des Staates, wenige erhalten sie als Guthabenszinsen anteilig gutgeschrieben. Ein unglaublicher Umverteilungsmechanismus, der nur zeitlich begrenzt funktioniert. Wir müssen die Art der Umlaufsicherung (siehe fließendes Geld) ändern, damit wir zukünftig derartige Krisen, wie wir sie gerade weltweit erleben, verhindern können. Die Änderung wäre ganz im Sinne von Mensch und Natur ...
Vor einigen Wochen wurde ich für einen Impulsvortrag von den Machern des Theaterstücks „Cash - Das Geldstück“ der Bürgerbühne des Staatstheaters Dresden eingeladen. Es war für mich eine große Freude, auf diese Weise wahrzunehmen, dass das Dilemma, in dem sich unser Geldsystem befindet, stärker in Kunst und Kultur thematisiert wird. Gestern fuhr ich nun in die sächsische Hauptstadt, um das Ergebnis erleben zu dürfen. Um es vorweg zu nehmen, es war unterhaltsam und ich habe mich berührt gefühlt. Durch das Erzählen vieler Einzelschicksale wurde dem Zuschauer die Realität der heutigen Welt nähergebracht. Vom ALG-Empfänger bis zum Millionär, der sein Geld mit Spekulation verdiente, es war alles dabei. Die Reaktionen des Publikums auf die präsentierte Kapitalismuskritik am Ende des Stücks
So steht die Frage, wie wir uns alle mit hochwertigen Nahrungsmitteln ernähren, die auf ökologische Weise produziert wurden. Dadurch bleiben wir gesund und schützen die Umwelt, zwei wesentliche Voraussetzungen für Lebensglück. Doch in vielen Städten ist es schwer, im gastronomischen Bereich Anbieter zu finden, die diesen Ansatz
Mit Bedauern stellte ich fest, dass hier für die Krise der Euro und nicht die Wirkungsweise von Zins und Zinseszins verantwortlich gemacht wird. Ich postete eine Grafik, in der zu sehen war, wie sich Guthaben und Schulden (in DM) auch von 1950 bis ins 21. Jahrhundert exponentiell auseinanderentwickelt haben. So musste ich einerseits leider feststellen, dass die Führungsspitze der AfD die wirkliche Ursache des Finanzdilemmas noch nicht erkannt hat. Anderseits bereitet es große Freude, dass sich in der Basis des AfD eine Vielzahl an Freunden des fließenden Geldes befindet. Zuletzt konnte dies auf einem Treffen der AfD in Leipzig wahrgenommen werden.
Nun fiel mir der Artikel: "AfD könnte für Merkel nützlich werden", erschienen am 13.04.13 in "Deutsche Mittelstands Nachrichten", auf.
Hier aus meiner Sicht zwei Kernzitate:
Auf Einladung der Initiatoren der Bürgerbühne des Staatstheaters Dresden hielt Steffen Henke am 15. Februar 2013 vor Laienschauspielern und professionellen Künstlern ein Impulsreferat mit dem Thema: "Aktuelles Geldsystem, Zinseszins und die mögliche Alternative durch fließendes Geld". Die Teilnehmer, welche ein Theaterstück namens „Cash. Das Geldstück“
Prof. Dr. Dr. Wolfgang Berger

Es gibt Phasen in der Geschichte, die die Historiker als Zeitenwende bezeichnen. Die Regeln, nach denen das Gemeinwesen funktioniert, ändern sich. Kein Stein bleibt auf dem anderen. Die Lebensumstände der Menschen werden umgekrempelt. Auslöser kann eine Erkenntnis sein, die plötzlich überall in der Luft liegt. Es kann auch eine Erfindung, Entdeckung oder ein anderes einschneidendes Ereignis sein. Irgendetwas hat die Zeitqualität verändert. Solche Zeitenwenden bieten den Menschen die Möglichkeit, den weiteren Verlauf der Geschichte so zu gestalten, wie sie es für richtig halten. Wir erleben gerade jetzt eine solche Phase und sollten die historische Chance ergreifen, die sie uns bietet.
Vor 500 Jahren ließ sich das in allen Religionen geltende Zinsverbot kaum noch durchsetzen. War der Zins ursprünglich als Strafe für verspätete Rückzahlung geliehenen Geldes gedacht, so wurde er nach und nach als laufende Gebühr legalisiert. Schulden wurden kriminalisiert und kriminalisierten das gesellschaftliche Leben. Wer sie nicht zahlen konnte, dem wurden sie in Schuld vor Gott verwandelt und er wurde – von menschlichen Vollstreckern des göttlichen Willens – am Galgen gehängt. Vor der französischen Revolution haben sich die Verhältnisse dann umgekehrt: Die Staatsbankrotte sind jedes Mal so gelöst worden, dass alle noch im Lande befindlichen Gläubiger geköpft worden sind.
Artikel vom 12.05.2012 Von news.de-Redakteurin Isabelle Wiedemeier
Geld stinkt nicht, das findet auch Steffen Henke. Was stinkt, ist der Zins. Denn der macht ganz wenige unverdient reich und lässt alle anderen die ständig wachsenden Schulden zahlen. Und mit den Schulden wächst die Wirtschaft und zerstört den Planeten. Deshalb will Henke neues Geld einführen.
Veranstaltung in der Arena Leipzig beschäftigt sich mit Alternativen zum Geheul der Finanzmärkte

Die Euro-Krise gärt und köchelt vor sich hin. Ein Rettungspaket um das andere wird geschnürt. Doch kaum scheint das Problem mit neuen Milliarden- und Billionengarantien gelöst, stellt sich heraus, dass die Rettungskandidaten erneut im Sumpf der Zahlungsunfähigkeit zu ersaufen drohen.

Alle – auch die, die Santorini, Kreta oder Rhodos in traumhafter Erinnerung haben – reden über Griechenland. Auch wer nicht darüber redet sorgt sich: Wie machen wir es richtig?
Ich habe den Göttervater Zeus befragt: Pandora, die erste Frau nach der griechischen Mythologie, ist von berauschender Schönheit und holdseligem Liebreiz. Zeus hat ihr einen großen, irdenen Vorratskrug für Wein, Öl und Getreide gegeben. Diesen „píthos“ (πίθος, lateinisch: dōlium) hat Erasmus von Rotterdam in seiner Übersetzung ins Lateinische wohl versehentlich in eine „pyxís“ (πυξίς, lateinisch: vāsculum) – eine „Büchse“ verwandelt. Seitdem reden wir von der Büchse der Pandora – aber es war ein Krug. Pandora soll den Menschen diesen Krug mit der Auflage schenken, ihn unter keinen Umständen zu öffnen. Aber wie das so ist mit unserer Neugier: Noch bevor Pandora zur verführenden Eva des Alten Testaments wird, öffnen die Menschen den Krug und alle Plagen kommen über die Welt.